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  1. Der FC Bayern läuft künftig wohl wieder in Schwarz auf. 

    Footy Headlines hat Bilder enthüllt, die Serge Gnabry und David Alaba im neuen Gewand zeigen, das wohl in der Champions League zum Einsatz kommt.

    Es könnte sogar noch vor Bayerns Achtelfinal-Rückspiel gegen den FC Chelsea am Samstag offiziell veröffentlicht werden.

    Auffällig am Trikot sind das weiße Bayern-Logo auf der Brust und die roten Rauten, die quer über das Shirt verlaufen.

    Diese sind offenbar an ein Trikot in FIFA 18 angelehnt, das bei den Fans sehr beliebt war. 

    Komplettiert wird das Outfit durch schwarze Socken und schwarze Strümpfe. Bereits im März kursierten Bilder eines ähnlichen Trikots für die neue Saison.

    Schon in der Vergangenheit spielte der Rekordmeister, vor allem in der Champions League, in schwarzen Trikots. So ähnelte auch das dritte Trikot aus der Saison 2011/2012 dem neuen Jersey. 

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    In der noch laufenden Spielzeit ist das internationale Dress der Münchner in tiefem dunkelblau mit leuchtend rotem Druck gehalten.

  2. Wer bestreitet das Eröffnungsspiel gegen den FC Bayern? Wann steht das Revierderby zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 an? An welchem Datum treffen Bayern und der BVB aufeinander? Wer duelliert sich zum Saisonfinale am 34. Spieltag?

    Antworten auf diese Fragen gibt die DFL um 12 Uhr. Dann wird der Spielplan der Saison 2020/21 der Bundesliga und 2. Bundesliga veröffentlicht.

    Wann der Startschuss fallen soll, steht bereits fest: Am Freitag, 18. September, soll die neue Saison der Bundesliga starten - ebenso wie die der 2. Liga.

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    FC Bayern eröffnet die neue Saison

    Traditionell eröffnet der Meister die Bundesliga-Spielzeit. Zum achten Mal in Folge ist das der FC Bayern. Wer in die Allianz Arena reist, wird die Öffentlichkeit am heute Mittag wissen.

    Alle Beteiligten müssen sich grundsätzlich auf eine höhere Taktung einstellen. Das bedingt der aufgrund der Corona-Pandemie überarbeitete Rahmenspielplan des internationalen Fußballs.

    Die Saison in den europäischen Vereinswettbewerben endet erst im August, weshalb der deutsche Profi-Fußball erst später wieder loslegen kann.

    Bevor der Ball in der Bundesliga und 2. Liga wieder rollt, stehen Anfang September Länderspiele und kurz darauf die erste Pokalrunde an. Der Supercup zwischen Bayern und Dortmund steigt am 30. September nach dem zweiten Bundesliga-Spieltag.

  3. Hasan Salihamidzic ist Uli Hoeneß nach dessen harter Kritik an der Transferstrategie von Bundesliga-Konkurrent Borussia Dortmund zur Seite gesprungen.

    "Der Uli hat da ein Thema gehabt. Ich habe mich jetzt wirklich damit nicht so beschäftigt. Inhaltlich reißt Uli immer Themen, die eben für Zündstoff sorgen, aber... er hat ja auch recht", sagte der Sportdirektor des FC Bayern bei Sky. 

    Hoeneß hatte das Vorgehen des BVB auf dem Transfermarkt in der FAZ als "unklug" bezeichnet. "Wenn der Uli was sagt, hat er immer Recht", ergänzte Salihamidzic und bekräftigte: "Bayern München hält zusammen."

    Salihamidzic will Alaba halten

    Darüber hinaus machte der Bosnier deutlich, dass die Verantwortlichen des Doublesiegers alles versuchen werde, um David Alaba über dessen Vertragsende im Sommer 2021 hinaus in München zu halten.

    "Wir beim FC Bayern wollen natürlich alle, dass David hier bleibt. Wir versuchen alles dafür, wir geben Gas - nicht nur mit Worten. Aber es ist natürlich die Entscheidung von David, ob er hier bleibt oder nicht. Wir würden uns alle sehr, sehr freuen", erklärte Salihamidzic.

  4. Der Zeitplan von Hansi Flick ist in dieser Woche eng getaktet und doch nimmt er sich Zeit für ein Interview mit SPORT1. Über allem steht aber die akribische Vorbereitung auf das Achtelfinal-Rückspiel gegen den FC Chelsea. Trotz des 3:0-Erfolgs im Hinspiel überlassen Flick und sein Trainerteam nichts dem Zufall und warnen ausdrücklich davor, die Londoner zu unterschätzen.

    Das Interview mit dem Bayern-Cheftrainer, der mit seiner Mannschaft das Triple einfahren will.

    SPORT1:Herr Flick, kann im Rückspiel gegen den FC Chelsea überhaupt noch etwas schiefgehen?

    Hansi Flick: Wir sind absolut fokussiert auf Chelsea und in unserem Umfeld spricht noch niemand von Lissabon. Wir alle wissen, dass wir durch das 3:0 im Hinspiel sehr gute Voraussetzungen haben, aber das Rückspiel muss erstmal gespielt werden. Chelsea hat durch die letzten Wochen einen Rhythmus, der uns fehlt. Das war uns aber klar.

    SPORT1:Wie haben Sie Ihr Team auf das Spiel am Samstag eingeschworen?

    Flick: Meine Mannschaft wird Chelsea nicht unterschätzen. Um ins Viertelfinale zu kommen, brauchen wir Vertrauen in unsere eigene Stärke. Wir wollen das Spiel gewinnen.

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    SPORT1:Hand aufs Herz, stellen Sie sich ab und zu mal vor, wie sich der Champions-League-Titel anfühlen könnte?

    Flick: Darüber denke ich nicht nach. Wir haben die Zielsetzung, dieses Power-Turnier möglichst erfolgreich zu spielen, wenn wir es erreichen. Jetzt schon Gedanken darüber zu verschwenden, wie man den möglichen Titel feiert, ist eindeutig zu früh.

    "Das ist unsere DNA"

    SPORT1:Reizt Sie denn die Vorstellung, Triple-Trainer zu sein?

    Flick:Jetzt steht erstmal das Rückspiel gegen Chelsea an. Ich lese ja auch, dass wir als Mitfavorit gelten. Aber wenn dieses Turnier angepfiffen wird, sind so viele Mannschaften dabei, die über eine enorme Qualität verfügen, sodass es immer wieder auf die Tagesform ankommen wird.

    SPORT1:Bei Ihren Spielern hatte man schon vor Saisonbeginn das Gefühl, dass ein Triumph in der Königsklasse, nach dem frühen Aus im Vorjahr, über allem steht.

    Flick: Eine Motivation daraus zu ziehen ist positiv, aber man muss jedes Spiel für sich angehen. Was uns zuletzt ausgezeichnet hat, ist, dass wir den unbedingten Willen hatten, die Spiele zu gewinnen. Auch, wenn schon alles entschieden war, haben wir eine außergewöhnliche Mentalität an den Tag gelegt. Das zeichnet den FC Bayern aus, das ist unsere DNA. Das wollen wir auch in der Champions League zeigen. Wir wollen alles raushauen.

    SPORT1:Lassen Sie uns noch kurz über den FC Chelsea sprechen. Wie bewerten Sie den Transfer von Timo Werner?

    Flick: Timo ist ein sehr interessanter Spieler, weil er immer eine Quote hat. Er schießt Tore und bereitet sie vor. Bei Chelsea wird er es mit Sicherheit nicht anders machen.

    SPORT1:Was passiert, wenn sich nun auch noch Kai Havertz den Londonern anschließen würde?

    Flick: C’est la vie. 

    "Da bringt es mir nichts, wenn ich herumwüte"

    SPORT1:Hätten Sie Havertz nicht selbst gerne in den eigenen Reihen?

    Flick:Das ist kein Thema, also mache ich mir darüber auch keine Gedanken.

    SPORT1:Zurück zu Ihrem Team. Wie beschreiben Sie den aktuellen Spielstil Ihrer Mannschaft?

    Flick:Wir spielen so, wie das Trainerteam es sehen will. Defensiv aktiv zum Ballgewinn – und offensiv zielgerichtet und konsequent zum Torerfolg. Die Intensität in unseren Aktionen ist dabei entscheidend. Darüber hinaus wollen wir einen attraktiven Ballbesitzfußball spielen. Entscheidend ist vor allem, dass wir uns als Team sehen und jeder weiß, welche Aufgabe er hat. Jeder Spieler muss sich einbringen und sich auf dem Platz auf seinen Nebenmann verlassen können. Das ist uns enorm wichtig.

    SPORT1:Sie wirken immer sehr besonnen, wenngleich es zuletzt auch kaum etwas zu kritisieren gab. Wird man Sie an der Seitenlinie mal wütend erleben?

    Flick: Ich weiß gar nicht, ob man mich so schon mal erlebt hat und ob ich so agieren werde. Für mich ist es wichtig, Lösungen aufzuzeigen. Da bringt es mir nichts, wenn ich herumwüte und mit einem roten Kopf herumlaufe. Es ist als Trainer auch wichtig, nicht immer gleich zu reagieren, sondern sich stattdessen die Szenen nochmal analytisch anzuschauen. Mit einer guten Analyse muss man die Fehler dann bereinigen.

    SPORT1:Wie denken Sie über das Thema Stammplätze? In der Regel nehmen Sie in der Startelf kaum Änderungen vor.

    Flick:Manuel Neuer hat einen Stammplatz. Daran wird sich nichts ändern und das ist für mich auch okay. Wenn aber jemand fünf Spiele hintereinander keine Leistung bringt, muss man als Trainer reagieren. Wir sind schließlich in einer Leistungsgesellschaft. Wenn man sich unsere Spiele anschaut, sieht man aber tatsächlich wenig Veränderungen. Wir hatten einige verletzungsbedingte Ausfälle, einen guten Lauf und die Mannschaft war eingespielt. Da gibt es wenig Grund zu tauschen.

    SPORT1:Wird Leroy Sané einen Stammplatz haben oder gilt bei ihm das Prinzip der Leistungsgesellschaft?

    Flick:Das gilt auch für ihn.

    "Wir alle wollen, dass David verlängert"

    SPORT1:Thiago ist bekanntlich auf Abschiedstournee. Spürt man bei ihm dieser Tage eine besondere Motivation, das Triple gewinnen zu wollen?

    Flick:Ich habe dieses Gefühl bei jedem Einzelnen in der Mannschaft. Nach dem Double sind alle richtig heiß und motiviert darauf, in den nächsten Wochen nochmal alles reinzuhauen, was in ihnen steckt.

    SPORT1:Sind Sie enttäuscht darüber, dass Thiago wechseln will?

    Flick: Ich kann verstehen, wenn sich ein Spieler Gedanken macht. Thiago hat in Spanien beim FC Barcelona gespielt und in der Bundesliga für den FC Bayern München. Wenn er es jetzt vielleicht nochmal in der Premier League versuchen will, habe ich dafür absolutes Verständnis. Es wäre aber schade, weil Thiago unserem Spiel das gewisse Etwas gibt. Deswegen hätte ich ihn als Trainer gerne auch in den nächsten Jahren im Team, aber so ist das Leben. Es ginge weiter.

    SPORT1:Wie soll Thiago im Falle seines Abgangs ersetzt werden?

    Flick:Die Kaderplanung bespreche ich mit Hasan Salihamidzic und seinem Team. Wir sind in engem Austausch. Aktuell liegt der Fokus nur auf der Champions League. Ich möchte daher keine Wasserstandsmeldungen abgeben.

    SPORT1:Hätten Sie den Vertrags-Poker mit David Alaba gerne zeitnah vom Tisch?

    Flick:Nein, aktuell nicht. Wir können alle sehr gut mit der Situation umgehen, und David hat noch ein Jahr Vertrag. Wir alle wollen, dass David verlängert. Und ich hoffe natürlich, dass er das auch macht.

    SPORT1:Karl-Heinz Rummenigge verglich Alaba zuletzt mit Franz Beckenbauer. Welchen Stellenwert hat er für Sie?

    Flick: David ist für mich sehr wichtig, denn wir brauchen eine sehr hohe Qualität. Er hat in den letzten Monaten richtig starke Leistungen gebracht und ist zu einem Führungsspieler geworden. Es ist wichtig, dass wir Spieler haben, die die Mannschaft prägen und auf dem Platz lautstarke Kommandos geben. Da ist er mit dabei. David hat in den letzten zehn Jahren als Linksverteidiger herausragende Jahre gehabt, und jetzt ist er mit 28 Jahren Innenverteidiger. Dafür hat er die Qualität: Im Spielaufbau und auch gegen den Ball ist er sehr gut. Mit Ball treibt er unser Spiel voran und spielt gute Pässe in die Spitze. Das ist einfach klasse.

    "Ich sehe Philippe aktuell in einer sehr guten Verfassung"

    SPORT1:Sind Alaba und Jérôme Boateng momentan die beiden besten Innenverteidiger des FC Bayern?

    Flick: Wenn sie zusammen spielen, dann sehe ich die beiden momentan auch vorne. Sie haben in den letzten Monaten hervorragend harmoniert und sind topfit. Das ist wichtig. Es ist zwar eine Momentaufnahme. Aber klar ist auch, dass beide das Vertrauen mehr als gerechtfertigt haben. Unser Ziel ist es aber auch, Lucas Hernández und Niklas Süle wieder ranzubringen. Beide trainieren momentan sehr gut. 

    SPORT1:Verspüren Sie als Trainer Druck, wenn ein Spieler wie Hernández auf der Bank sitzt, obwohl er der Rekordeinkauf der Bundesliga-Geschichte ist?

     Flick:Nein. Ein Spieler kann nichts dafür, dass solche Ablösesummen gezahlt werden. Sie sorgen auch nicht dafür, dass man automatisch einen Stammplatz hat. Beim FC Bayern hat die Leistung immer oberste Priorität.

    SPORT1:Welche Rolle trauen Sie Philippe Coutinho im Champions-League-Endspurt zu?

    Flick: Ich sehe Philippe aktuell in einer sehr guten Verfassung. Er ist körperlich fit und in diesem Fall kann er seine Qualitäten als Fußballer noch besser ausspielen. Deswegen hoffe ich natürlich, dass er seine Qualität, die er auch schon gezeigt hat, möglichst auch in den nächsten Spielen zeigen kann.

    SPORT1:Sie fordern und fördern beim FC Bayern zahlreiche junge Talente. Zuletzt wurden Jamal Musiala, Bright Arrey-Mbi und Malik Tillmann von Ihnen befördert. Können sie den Durchbruch schaffen?

    Flick: Für so ein Urteil ist es zu früh. Sie sind dabei, weil wir zusammen mit den Verantwortlichen am Campus der Meinung sind, dass wir diese Spieler weiterentwickeln wollen. Die letzten Monate haben gezeigt, dass sich diese Spieler verbessern, wenn sie regelmäßig bei uns mittrainieren. Das ist unser Ziel. Alle diese Spieler haben gute Veranlagungen, aber noch viel Arbeit vor sich.

    "Es ist leider noch nicht an der Zeit, die Vorschriften zu lockern" 

    SPORT1:Thomas Müller hat Sie zuletzt mit Pep Guardiola verglichen.

    Flick: Ich habe es gelesen und es hat mich auch gefreut. Noch mehr aber, wie Thomas über seine Mitspieler spricht. Das ist noch höher einzustufen als ein Lob für mich. Das zeigt mir, dass im Team eine riesige Wertschätzung vorhanden ist. Thomas verkörpert das. Das Lob gebe ich übrigens an mein Trainerteam weiter. Es bestätigt uns in dem, was wir machen. Am Ende bin ich für die Dinge verantwortlich. Aber mein Trainerteam unterstützt mich sehr gut und hilft mir jeden Tag, sodass ich mich auf die wesentlichen Dinge konzentrieren kann.

    SPORT1:Ist die Mannschaft durch die Corona-Krise noch enger zusammengerückt?

    Flick:Wir leben es vor und die Mannschaft nimmt es gut auf. Wenn man gemeinsam Erfolg haben will, muss jeder seine Leistung bringen und sich in den Dienst der Mannschaft stellen. So macht man aus einer vierzigprozentigen Chance eine hundertprozentige. Wenn man aus spitzem Winkel auf das Tor zuläuft und ein Mitspieler geht mit, muss ich den Ball ablegen und darf nicht eigensinnig aus spitzem Winkel das Tor machen wollen. Ich muss stattdessen meinen Mitspieler glänzen lassen, indem ich querspiele. Das haben wir schon einige Male getan. Es gibt immer Verbesserungspotential, aber Vieles läuft schon sehr gut. In der Defensive muss übrigens auch jeder mitmachen.

    SPORT1:Nicht nur die Spieler des FC Bayern haben in den vergangenen Monaten sehr darauf geachtet, das Corona-Virus mithilfe vorbildlichen Verhaltens einzudämmen. Macht es Sie fassungslos, wenn Sie nun Bilder von hunderttausenden demonstrierenden Corona-Leugnern sehen?

    Flick:Ja, das ist eine schwierige Sache. Die Politik macht in dieser komplizierten Lage einen hervorragenden Job. Es muss Vorgaben geben, denn das ist eine Grundvoraussetzung bei diesem Thema, und an die müssen sich alle zum Wohle der Gemeinschaft halten. In der aktuellen Zeit müssen wir alle sehr diszipliniert sein. Es ist verständlich, dass sich jeder Mensch nach einem Leben sehnt, wie wir es vor dieser Pandemie hatten.  Gerade bei jungen Leuten ist ein gewisser Drang nach Draußen, ins Leben und unter die Leute nachvollziehbar. Aber es ist leider einfach noch nicht an der Zeit, die Vorschriften zu lockern. Eine Maske zu tragen und Abstand zu halten, muss weiterhin selbstverständlich sein. Darauf muss man achten. Menschenansammlungen oder Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen der Politik und Empfehlungen der Gesundheitsbehörden kann ich daher aktuell nicht nachvollziehen.

  5. Tüchtig geackert, beharrlich gekämpft, lange gehofft - doch das von Eintracht Frankfurt erhoffte Wunder von Basel bleibt aus. 

    Der Vorjahres-Halbfinalist hat das Finalturnier der Europa League verpasst. Der Bundesligist verlor das Achtelfinal-Rückspiel beim FC Basel am Donnerstag 0:1 (0:0). Die Hypothek aus dem Hinspiel 147 Tage zuvor war klar zu hoch, noch nie ist eine Mannschaft im Europacup nach einem 0:3 zu Hause in die nächste Runde eingezogen. (LIVETICKER zum Nachlesen)

    Bobic: "Jeder hat sein Herz auf dem Platz gelassen"

    "Wir sind sehr mutig in die Aufgabe reingegangen. Wir wollten was reißen", sagte Sportvorstand Fredi Bobic bei RTL: "Nach dem Hinspiel ging es darum, das Unmögliche möglich zu machen. Am Ende brauchst du auch ein Quäntchen Glück und einen Dosenöffner sonst wird’s hinten raus schwieriger. Nach dem Hinspiel mussten wir heute so spielen. Das Ausscheiden ist natürlich Schade, aber ich bin mit der Leistung zufrieden, jeder hat sein Herz auf dem Feld gelassen. Wir sind in Frankfurt ausgeschieden nicht heute." 

    Der 20-malige Schweizer Meister aus Basel kam zum ersten Mal gegen ein deutsches Team im Europapokal weiter. Im Viertelfinale trifft der FCB, für den Fabian Frei (88.) traf, am Dienstag in Gelsenkirchen auf Schachtjor Donezk. Die Ukrainer hatten am Mittwoch den VfL Wolfsburg ausgeschaltet. (Service: SPIELPLAN der Europa League)

    "Wenn alles nach Plan läuft, dann können wir in der Lage sein, das noch zu drehen", hatte Frankfurts Trainer Adi Hütter vor dem Anpfiff gesagt. Auch Sportvorstand Fredi Bobic wollte im Vorfeld noch nicht die weiße Flagge hissen: "Wunder gibt es immer wieder."

    Beim Geisterspiel im St. Jakob-Park lief es zu Beginn allerdings nicht nach Wunsch für die Gäste.

    Eintracht Frankfurt gibt nie auf

    Bei den Frankfurtern ging im ersten Pflichtspiel nach der Sommerpause vor allem in der Offensive nicht viel. Vom anvisierten frühen Tor waren die Hessen, die sich zahlreiche Fehler im Spielaufbau leisteten, weit entfernt.

    Der frühere Schweizer Serienmeister, der die heimische Saison erst am Montag auf dem dritten Platz beendet hat, präsentierte sich wie gewohnt stark in der Defensive. Die Mannschaft des früheren Bundesliga-Trainers Marcel Koller, dessen Amtszeit angeblich bald zu Ende sein soll, hatte in der ersten Viertelstunde alles im Griff und war dem ersten Tor näher.

    Dennoch hatte Verteidiger Martin Hinteregger in der 19. Minute nach einem Freistoß von Filip Kostic die Frankfurter Führung auf dem Kopf. Auf der Gegenseite sorgte Arthur Cabral für ähnlich große Gefahr (22.). Vier Minuten später scheiterte Silvan Widmer bei der bis dahin besten Gelegenheit am Frankfurter Torwart Kevin Trapp. Danach passierte bis zum Ende der ersten Hälfte nicht mehr viel.

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    "Wir hatten viele gute Ansätze, aber den letzten Pass haben wir meist viel zu schlampig gespielt", kritisierte der Frankfurter Sportdirektor Bruno Hübner in der Pause bei RTL.

    Zu Beginn des zweiten Durchgangs wurde es nicht besser. Erneut war es Basels Widmer, der freistehend vor Trapp am Eintracht-Keeper scheiterte (49.). Danach erhöhten die Frankfurter den Druck, Dominik Kohr konnte die beste Chance in dieser Phase nicht nutzen (56.). Da der Bundesligist das Risiko erhöhte, kam Basel zu Konter-Möglichkeiten. Valentin Stocker vergab in der 62. Minute.

    Frankfurt gab sich auch in der Folge nicht auf und rannte an, es fehlte aber weiter an der Qualität beim Abschluss. Eine Viertelstunde vor Schluss schwand langsam der Glaube.

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