sport1.de

  1. Die neuseeländischen Amateurfußballer vom Team Wellington haben sich durch ihren ersten Triumph in Ozeaniens Champions League als erste Mannschaft für die Klub-WM am Jahresende in den Vereinigten Arabischen Emiraten qualifiziert.

    Im Finalrückspiel der Königsklasse bei Fidschis Meister Lautoka FC siegte Wellington nach seinem klaren 6:0-Hinspielerfolg mit 4:3 (2:0). 

    Wellington trat damit die Nachfolge von Titelverteidiger und Rekordsieger Auckland City an. Den zuletzt siebenmal nacheinander siegreichen Rivalen aus der heimischen Meisterschaft hatte Wellington im Halbfinale mit zwei Unentschieden (0:0 und 2:2) ausgeschaltet.

    Ozeaniens Champions League fehlt aufgrund der Teilnahme professionellerer Vereine aus Australien an dem asiatischen Königswettbewerb weitgehend sportliche Klasse.

    Entsprechend ist Aucklands dritter Platz von 2014 auch die einzige WM-Topplatzierung eines ozeanischen Teilnehmers seit Einführung der Vereins-WM als Turnier vor 18 Jahren.

  2. So eine Feier hat es in Frankfurt seit Ewigkeiten nicht gegeben: Zehntausende legten die Main-Metropole am Pfingstsonntag lahm, als sie ihre Pokalhelden über Stunden ausgiebig feierten.

    Die Krönung war dabei der abendliche Auftritt der Frankfurter Eintracht auf dem Rathausbalkon am völlig überfüllten Römerberg vor mehr als 25.000 begeisterten Fans.

    "Das ist der Wahnsinn, was hier los ist", sagte der überwältigte Sportchef Fredi Bobic.

    Der Ausnahmezustand machte eindrucksvoll deutlich, welche Bedeutung der erste Titelgewinn seit dem DFB-Pokalsieg 1988 für die ganze Region hat.

    Der 3:1-Triumph im Finale über den hohen Favoriten FC Bayen war ein Erfolg der gesamten Mannschaft. Doch ein Quintett hatte den größten Anteil an der Wiedergeburt des Traditionsvereins.

    - Der Erfolgscoach: Niko Kovac

    In der Stunde seines bisher größten Erfolgs als Trainer brach es aus Kovac heraus.

    "Ich habe nichts verbrochen, ich bin auch nur ein Mensch. Ich habe hart gearbeitet, das lasse ich mir nicht kaputt machen", sagte er in Richtung seiner Kritiker.

    Nicht wenige hatten nach seinem unerwarteten Wechsel zum FC Bayern und der folgenden Negativserie den sofortigen Rauswurf gefordert, vor dem Spiel gab es deutliche Pfiffe aus dem Eintracht-Block.

    Doch Kovac ließ sich nicht beirren und machte in seiner Heimatstadt sein Meisterstück. "Unser Trainer hat eine taktische Meisterleistung vollbracht", lobte Manager Bruno Hübner.

     "Der Erfolg gehört zu 90 Prozent ihm. Seine Ansprache hat uns wieder auf den Punkt motiviert", schwärmte auch Kevin Prince Boateng. Und auf der Meisterparty rief er:

    "Trainer, du hast uns den Titel geschenkt und uns richtig heiß gemacht auf die Bayern! Danke dafür. Deine Arbeit ist großartig und jetzt darfst du auch weiterziehen."

    Der anschließende Jubel und die Kovac-Sprechchöre machten die Versöhnung mit den Fans deutlich.

    - Der Anführer: Kevin Prince Boateng

    Der gebürtige Berliner war so etwas wie der Vater des Erfolgs. Mit seinem unbändigen Siegeswillen riss er auch den Rest der Mannschaft mit.

    "Ich wusste schon, dass wir gewinnen werden. Manchmal hat man eben so ein Gefühl, etwas Spezielles zu schaffen", sagte Boateng und teilte das auch seinen Mitspielern im Mannschaftsbus vor dem Finale mit.

    Doch der 31-Jährige ging nicht nur verbal, sondern vor allem sportlich voran. Der Routinier zeigte in der ungewohnten Offensivrolle eine herausragende Leistung und leitete das Führungstor durch Rebic ein.

    "Er hat zu mir vorher gesagt: Bruder, spiel' den Ball lang. Und ich habe gesagt: Bruder, ich spiel' den Ball lang", berichtete Boateng auf dem Rathausbalkon den begeisterten Fans.

    Der einstige Bad Boy hat sich in Frankfurt zum Teamplayer und Anführer entwickelt. "Alle haben gesagt, dass wir aus dem Stadion geschossen werden", sagte er. "Aber wir haben Herz gezeigt und die Bayern aus dem Stadion geschossen."

    - Der Matchwinner: Ante Rebic

    Der Kroate wurde völlig zu Recht zum Man of the Match gewählt: Mit seinen beiden überragend abgeschlossenen Toren zog er den Münchnern den Zahn.

    Vor allem das 2:1 war ein Meisterwerk, bei dem der nimmermüde Rebic dem Nationalmannschafts-Abwehrduo Mats Hummels und Niklas Süle einfach davonlief und dann noch Sven Ulreich düpierte.

    "Für mich hat sich ein Traum erfüllt", sagte der Stürmer nach dem Sieg zurückhaltend. Von den Anhängern wurde er am Tag darauf mit Sprechchören gefeiert. "Wir haben eine echte Maschine im Team", rief Boateng.

    Dabei war das Kapitel Frankfurt im letzten Sommer für eigentlich Rebic beendet, als die Eintracht die Leihe mit Florenz nicht verlängerte. Doch der schon oft als Problemprofi bezeichnete Nationalspieler wollte unbedingt zurück zu Kovac, der sich ebenfalls für den Wechsel aussprach.

    "Viele haben ihm unterstellt, dass er ein schwieriger Charakter und ein schlimmer Finger sei", sagte der Coach über seinen Landsmann: "Aber eigentlich ist er ein ganz zahmer Bube und ein netter Kerl. Man muss nur wissen, wie man ihn anfasst und manchmal ein oder auch zwei Augen zudrücken."

    Nun kann Rebic für die Eintracht noch zu einem lukrativen Geschäft werden, wenn er bei der WM in Russland so auftrumpft wie im Pokalfinale. Wenn er aber bleibt, ist in Frankfurt niemand traurig.

    - Der Rückhalt: Lukas Hradecky

    Als sich fast alle Frankfurter Spieler schon im Anzug auf den Weg zur Pokalparty machen wollten, stand Lukas Hradecky noch immer in verschwitzten Klamotten und mit einem Bier in der Hand vor den Journalisten und redete und redete und redete.

    Der Torhüter genoss den Erfolg in vollen Zügen, schließlich wird er die Eintracht verlassen – vermutlich in Richtung Bayer Leverkusen.

    "Schöner kann man das nicht beenden", erzählte der Finne: "Wir wissen alle, dass ein Finale ein Einzelspiel ist, das durch Kleinigkeiten entschieden wird. Und vielleicht gewinnen die Bayern neun von zehn Mal."

    Ohne Hradecky wäre der Pokalsieg auch nicht möglich gewesen, denn wie schon im Vorjahr war er der große Rückhalt. Nur zwei Gegentore kassierte er im gesamten Wettbewerb, seine Quote an abgewehrten Bällen lag weit über 90 Prozent.

    "Heute war die Zeit für ein Wunder", sagte er. "Wie viel es bedeutet, wenn ich die Gesichter von den Fans und Mitarbeitern sehe – ganz Frankfurt hat es einfach verdient. Es ist mir eine Ehre, dass ich ein Teil davon sein kann." 

    - Der Baumeister: Fredi Bobic

    Neben den Kovac-Brüdern auf der Bank war Bobic der einzige Frankfurter, der schon einmal einen DFB-Pokal gewonnen hat: 1997 als Profi mit dem VfB Stuttgart.

    Doch der FC Bayern war der denkbar schlechteste Gegner für einen erneuten Erfolg: In zuvor 39 Pflichtspielen gegen die Münchner hatte Bobic weder als Spieler noch als Manager ein einziges gewonnen (11 Remis, 28 Niederlagen).

    Umso größer war die Begeisterung des zu Beginn seines Engagements bei der Eintracht kritisch beäugten Bobic über den größten Triumph seit 30 Jahren. "Das ist ein epochaler Sieg. Das erfüllt mich mit Stolz", erklärte er.

    Zu Recht, denn Bobic hat dieses Team zusammengestellt und neu aufgebaut. Mit hervorragendem Scouting hat er zahlreiche Spieler für kleines Geld verpflichtet, deren Marktwert mittlerweile deutlich gestiegen ist. Und bis auf Hradecky haben alle auch langfristige Verträge.

    "Die Zusammenarbeit mit Fredi Bobic ist super", lobte ihn Aufsichtsratschef Wolfgang Steubing. "Ich bin begeistert von ihm. Das ist ein klasse Typ, ein Glücksfall für die Eintracht."

    -----

    Lesen Sie auch:

    Bayern bräuchte einen radikalen Umbruch

    Eintracht-Stars geben Kovac frei

  3. Die belgische Nationalmannschaft hat ihren vorläufigen Kader für die WM 2018 bekanntgegeben.

    Mit dabei ist auch der zuletzt verletzte Michy Batshuayi von Borussia Dortmund. Fehlen wird neben dem Wolfsburger Divock Origi indes überraschend Radja Nainggolan von AS Rom.

    "Radja Nainggolan ist ein Topspieler. Die Gründe sind taktischer Natur. In den letzten zwei Jahren hat das Team spezifisch gearbeitet, andere Spieler füllten andere Rollen aus", meinte Nationaltrainer Roberto Martinez. "Wir wissen, dass er eine wichtige Rolle im Klub ausfüllt und wir können ihm diese Rolle nicht bei uns im Aufgebot geben."

    Zu Origi sagte der Coach: "Divock Origi und auch Kevin Miallas lieben die Atmosphäre im Nationalteam und ihre Einstellung war perfekt. Aber man muss Entscheidungen treffen."

    Aus der Bundesliga sind neben Batshuayi auch Koen Casteels (VfL Wolfsburg) und Thorgan Hazard (Borussia Mönchengladbach) dabei.

    Am 4. Juni wird der Kader von derzeit 28 auf 23 Spieler reduziert. WM-Mitfavorit Belgien trifft in Gruppe H aus England, Tunesien und Panama.

  4. Die Verkündung von Lucien Favre als neuer Trainer von Borussia Dortmund ist nur noch eine Frage von Tagen.

    Womöglich könnte der Schweizer jedoch nicht der einzige Neuzugang von OGC Nizza sein. Wie L'Equipe und Le Figaro übereinstimmend berichten, könnte Alassane Plea Favre in die Bundesliga folgen.

    Der Stürmer kommt in der abgelaufenen Saison auf 16 Tore und sechs Assists in 35 Spielen, in der UEFA Europa League kam er auf vier Tore in acht Partien. Nicht zuletzt dank dieser Quote musste Starstürmer Mario Balotelli des Öfteren auf der Bank Platz nehmen. Am letzten Spieltag traf der Stürmer doppelt gegen Lyon, Nizza verpasste dennoch den erneuten Einzug in den Europapokal.

    Dem Bericht nach sind am 25-Jährigen auch Borussia Mönchengladbach und der FC Sevilla interessiert, Gladbach soll sogar bereits eine Ablöse in Höhe von 20 Millionen Euro geboten haben.

    Nach dem Leihende von Michy Batshuayi benötigt der BVB für die kommende Saison auf jeden Fall einen neuen Stürmer.

  5. Für die meisten Fußball-Fans war der 3:1-Erfolg von Eintracht Frankfurt im DFB-Pokalfinale gegen den FC Bayern eine große Überraschung - nicht aber für Ex-Nationalspieler Ulf Kirsten.

    Denn zusammen mit seiner Tippgemeinschaft hatte Kirsten exakt auf dieses Ergebnis getippt.

    Als Beweis postete der 52-Jährige auf Twitter einen Screenshot seines Wettscheins. (Die Stimmen zum Pokalfinale)

    Zwar hatte der ehemalige Bayer-Torjäger nur zehn Euro auf den 3:1-Sieg von Frankfurt gesetzt – bei einer Quote von 120,00 durfte sich die Gruppe dennoch über 1.200 Euro freuen.

    Bevor er seinen Wettschein zeigte, gratulierte Kirsten noch der Eintracht zum Finalerfolg: "Es war ein tolles Finale und ihr habt mit Kampf und Leidenschaft, vielleicht mit etwas Glück, den Pott verdient gewonnen!"

Hauptsponsoren