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  1. Nils Petersen macht einen entspannten Eindruck, als er sich mit SPORT1 in den Räumlichkeiten des Schwarzwald-Stadions trifft. Kein Wunder, denn der gebürtige Wernigeroder (Sachsen-Anhalt) befindet sich in der wohl glücklichsten Situation seine Karriere. 

    Mit bald 30 Jahren hat der Vizekapitän seine sportliche und familiäre Heimat gefunden. Nach Stationen in Jena, Cottbus, München und Bremen ist der Ex-Nationalspieler nun seit knapp fünf Jahren für den Sport-Club aktiv, wo er sich mit der Zeit zu einer Identifikationsfigur auf und neben dem Platz entwickelt hat - nicht nur für die Fans der Breisgauer. 

    SPORT1 traf den Stürmer des Tabellenvierten, um über Freiburgs Sensationsstart, seine persönliche Entwicklung sowie Trainer Christian Streich und den Talente-"Hotspot" SCF zu sprechen.

    SPORT1:Herr Petersen, warum läuft es so gut in dieser Saison?

    Petersen: Wir haben eine wahnsinnig gute Phase im Moment, viele 50:50-Spiele laufen zu unseren Gunsten. Wir sind effizient vor dem Tor und verteidigen sehr gut. Dazu kommt, dass wir Comeback-Qualitäten entwickelt haben und Rückstände verkraften können. Der Anspruch an uns selbst ist jetzt ein anderer und ich hoffe, dass wir dem auch weiter gerecht werden.

    SPORT1:Darf man den Weg des Erfolges nach einem Drittel der Saison weiterdenken?

    Petersen: Wir punkten im Moment am Limit - haben auch Punkte in Spielen geholt, in denen wir nicht so gut gespielt haben. Dadurch wird man stark geredet und fühlt sich dann auch selbst stark. Es macht Spaß, uns zuzugucken, weil wir eben auch erfolgreich sind. 

    Petersen: "Haben uns weiterentwickelt"

    SPORT1:Ist die Qualität so nachhaltig, dass es nach dem besten Start aller Zeiten auch die beste Saison der Vereinsgeschichte werden kann?

    Petersen: Wir stehen momentan zu Recht da, wo wir stehen, weil wir auch sehr stabil auftreten. Auf lange Sicht sehe ich uns nicht unter den Top vier, weil es einfach Mannschaften gibt, die uns noch überholen werden. Dennoch haben wir uns weit entwickelt, sodass wir nicht mehr die ganz große Angst haben müssen, unten reinzurutschen. Die Gefahr besteht aber natürlich trotzdem immer. Da gab es schon zu viele Negativbeispiele.

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    SPORT1: Wie schön ist es, zu wissen, eine Art Fußball zu spielen, die andere Menschen glücklich macht?

    Petersen: Das ist natürlich das höchste der Gefühle, andere Menschen glücklich zu machen und sich selbst natürlich auch. Es ist ja auch mein Hobby, Tore zu schießen und Spiele zu gewinnen. Wenn man dann selbst dazu beitragen kann, gibt es nichts vergleichbar Schönes.

    Petersen fühlt sich wohl in Freiburg

    SPORT1: Ist Freiburg außergewöhnlich im Vergleich zu den Stationen vorher?

    Petersen:Der Menschenschlag ist hier sehr angenehm. Unter der Woche werden wir in Ruhe gelassen. Aber am Wochenende brennt der Baum.

    SPORT1: Die Region bietet lebenswerte Faktoren, wie etwa den Schwarzwald. Sind das Komponenten, die eine Rolle spielen?

    Petersen: Mit 24, 25 Jahren hätte ich die Faktoren in Freiburg womöglich noch nicht geschätzt. Das Panorama bleibt hängen.

    SPORT1:Braucht der SC Freiburg einen Neuanfang?

    Petersen:Es gehört dazu, zu wachsen. Die Zuschauer lechzen nach Fußball, das sieht man auch an den Anfragen nach Dauerkarten. Man wird in ein paar Jahren sehen, wie gut es uns getan hat. Ich glaube schon, dass da noch große Reserven in Freiburg sind.

    SPORT1:Zauberwort Europa: Lust oder Last?

    Petersen:Noch Lust. Wir wissen auch, dass wieder andere Zeiten kommen. Darauf sind wir vorbereitet.

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    "Das 'System Streich' ist drin"

    SPORT1:Was hat sich innerhalb der Mannschaft in Sachen Qualität verändert?

    Petersen:Es hat sich in den letzten Jahren eine Achse gebildet. Spieler wie Waldschmidt, Haberer und viele andere entwickeln sich. Das 'System Streich' ist drin. Gegen uns spielt keiner gerne. Wir haben eine wahnsinnige Physis und Athletik in der Mannschaft. An individueller Qualität, das Spiel zu machen, fehlt es uns noch. Aber daran arbeiten wir.

    SPORT1: Was denken Sie taktisch und menschlich über Christian Streich?

    Petersen:Ich habe eine Verbindung auf emotionaler Ebene mit ihm. Das heißt, ich kann auf ihn einreden, damit er wieder runterfährt. Er hat einen wahnsinnig großen Einfluss auf die Mannschaft. Bei taktischen Dingen lasse ich ihn in Ruhe.

    SPORT1:Und über den Sport-Club im Allgemeinen? 

    Petersen:Der Standort Freiburg ist extrem interessant für junge Spieler und auch Berater, die ihre Spieler unterbringen wollen. Es gibt hier ein kompetentes Scouting, ein wahnsinnig gutes Nachwuchsleistungszentrum. Viele Spieler, die hier ausgebildet wurden, sind heute in der Bundesliga unterwegs.

    SPORT1:Luca Waldschmidt ist ein gutes Beispiel dafür, dass Spieler gerne in Freiburg spielen. Warum ist das besonders, dass Spieler wie er hierbleiben wollen?

    Petersen:Luca Waldschmidt ist intelligent, selbstreflektiert und kennt seine Schwächen. Er weiß aber auch, dass sein Weg noch nicht zu Ende ist. Ich kenne viele andere Spieler, wo so ein Druck dahintersteht, dass man dann gar nicht mehr alleine entscheidet.

    SPORT1: Macht Freiburg es jungen Spielern einfach, eine große Karriere zu starten?

    Petersen: Der Weg ist immer steinig. Die Plätze im Kader sind auch hier begrenzt. Eine gewisse Erfahrung in der Mannschaft braucht man eben auch. Im Nachwuchsleistungszentrum war es auch nicht immer so ein leichter Weg, wie man sich das immer vorstellt.

  2. Der neue Cheftrainer Markus Gisdol vom 1. FC Köln geht trotz der jüngsten sportlichen Talfahrt optimistisch in sein Premierenspiel am Samstag bei RB Leipzig.

    "Wir müssen etwas zusammenmixen, wo sich die Mannschaft wiederfindet. Wir müssen den richtigen Mix finden", sagte der Nachfolger von Achim Beierlorzer auf der Pressekonferenz am Donnerstag: "Ich glaube, dass wir auch dort eine Chance haben." (Bundesliga: RB Leipzig - 1. FC Köln, Samstag ab 18:30 Uhr im LIVETICKER)

    Gisdol angetan von Modeste

    Angetan war der Coach von Torjäger Anthony Modeste, den er noch aus gemeinsamen Hoffenheimer Zeiten kennt, im Training. "Es hat mich gefreut, wie er sich präsentiert hat. So wollen wir ihn sehen", betonte Gisdol: "Es gibt gar nichts, was zwischen uns steht."

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    Gisdol berichtete, dass er ein sehr gutes und ausführliches Gespräch mit dem Spielerrat geführt habe, das er als sehr positiv empfunden hat. Zu seiner Spielidee in Leipzig wollte er noch nichts Konkretes sagen, so sei auch das Training ausgelegt: "Wir sollten nicht zu viel wollen, das Einfache müssen wir in den Vordergrund stellen."

  3. Zweitligist SpVgg Greuther Fürth setzt trotz der zuletzt nicht nur berauschenden Ergebnisse ein Zeichen und längerfristig auf Trainer Stefan Leitl. Der frühere Profi und sein Assistent Andre Mijatovic verlängern beim Kleeblatt um ein Jahr und sind nun bis 2021 gebunden.

    "Wenn wir uns einen Trainer für Fürth backen könnten, käme Stefan dabei heraus", sagte Fürths Geschäftsführer Sport Rachid Azzouzi.

    Leitl (42) trainiert die Franken seit Februar. Von 28 Pflichtspielen unter seiner Leitung wurden neun gewonnen, zehn gingen verloren. Die SpVgg steht auf Tabellenplatz sechs, in den jüngsten sieben Zweitligaspielen gab es allerdings vier Niederlagen.

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    "Stefan und Andre leisten bei uns sehr gute Arbeit, was in und außerhalb des Vereins sehr positiv wahrgenommen wird", betonte Azzouzi: "Wir stehen wieder für den für Fürth typischen fußballerischen, mutigen Spielansatz, den wir uns durch ihre Verpflichtung auch erhofft haben." Am Sonntag (13.30 Uhr im LIVETICKER) trifft die SpVgg im Frankenderby auf den 1. FC Nürnberg.

  4. Die Endrunde der Fußball-EM 2020 kann am 30. November komplett ausgelost werden, eine mögliche "Nach-Auslosung" als Folge der Playoff-Zusammensetzung ist vom Tisch.

    Das bestätigte die UEFA im Vorfeld der Playoff-Auslosung, die am Freitag stattfindet. Als Termin für die eventuell nötige zweite Auslosung hatte die UEFA den 1. April vorgesehen, dieser wird nun nicht mehr benötigt.

    Für die Playoffs hatten sich 16 Mannschaften durch den Sieg in ihren Nations-League-Gruppen (4xA, 4xB, 4xC, 4xD) qualifiziert. Von diesen Teams haben aber auch einige über die Qualifikation ihr Ticket erspielt und müssen somit nicht mehr den Umweg über die Play-offs gehen.

    Die letzten EM-Teilnehmer werden Ende März in Halbfinal- und Finalspielen ermittelt. Die Paarungen stehen teilweise bereits fest, müssen zum Teil aber auch noch gelost werden.

    Die Play-off-Teilnehmer im Überblick:

    Weg A, Halbfinalteilnehmer: Island und Bulgarien/Israel/Ungarn/Rumänien

    Weg B, Halbfinalteilnehmer: Bosnien-Herzegowina - Nordirland, Slowakei - Irland

    Weg C, Halbfinalteilnehmer: Schottland - Bulgarien/Israel/Ungarn/Rumänien, Norwegen - Serbien

    Weg D, Halbfinalteilnehmer: Georgien - Weißrussland, Nordmazedonien - Kosovo

  5. Bundesligist Eintracht Frankfurt und sein Trikotsponsor Indeed haben sich dazu entschieden, eine Kampagne gegen Rassismus und für Vielfältigkeit ab dem 23. November 2019 und dem Heimspiel gegen VfL Wolfsburg zu starten. Hierfür gibt der Sponsor den Platz auf der Trikotbrust der Frankfurter frei für den Slogan #PlatzfürVielfalt. Darunter abgebildet sind die Länderflaggen der jeweiligen Nationalität jedes Eintracht-Spielers.

    "Uns vereint die Überzeugung, dass "Diversity" ein Schlüssel zum Erfolg ist. Ein Team von Sportlern profitiert genauso stark von unterschiedlichen Stärken und Charakteren wie ein Unternehmen", so Frank Hensgens, der Geschäftsführer von Indeed.

    Derweil hebt Torwart und Kampagnen-Botschafter Kevin Trapp die Bedeutungslosigkeit des kulturellen Hintergrunds hervor: "Wir sprechen die gleiche Sprache, die Sprache des Fußballs, da ist es ganz egal, welche Hautfarbe oder Religion jemand hat. Wir teilen eine Leidenschaft, wir haben ein gemeinsames Ziel."

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    Bereits im März dieses Jahres hatten sich Indeed und Eintracht Frankfurt mit der interaktiven Recruiting-Veranstaltung "Rote Karte gegen Vorurteile" gegen Rassismus und Diskriminierung stark gemacht.

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